Honigkuckuckskinder

Titel: Honigkuckuckskinder
Autor: Andreas Steinhöfel

Verlag: Carlsen
Seiten: 208

„Dieses Buch ist prima für Kinder ab 10 Jahren zu lesen.“


Inhalt

Die 12-jährige Lena und ihre  Mutter verloren ihr Zuhause und mussten ins heruntergekommene Hotel „Paradies“ ziehen. Im Hotel wohnen hauptsächlich nur Asylbewerber und illegale Einwanderer. Lena würde sehr gerne ein normales Leben führen, aber sie weiß, dass das nicht geht und befreundet sich schnell mit Ajoke, einem Mädchen aus Angola, an. Ajoke war mit ihren Eltern und Geschwistern während eines Bürgerkrieges aus Angola geflüchtet und hatte ebenfalls ein Zimmer im Hotel „Paradies“ bekommen. Lenas Mutter jedoch bleibt die ganze Zeit in ihrem Zimmer, schluckte Schlaftabletten und will mit den Leuten im Hotel nichts zu tun haben. Ajoke und Lena freunden sich immer mehr an und Lena bewundert Ajoke für ihre tollen, vielen, geflochtenen Zöpfen. Doch bald merken sie, dass etwas im Hotel nicht rund läuft. Als Efrem, ein Junge aus Äthiopien, ihnen mit wilden Handzeichen (weil er kein Deutsch kann)  erklärt, dass auch er bemerkt hat, dass etwas im Hotel nicht stimmen kann, machen die drei sich auf, um dahinter zukommen, wer für die Diebstähle im Hotel verantwortlich sei. Doch der Betrug ist größer als gedacht und die Spur führt ausgerechnet zum Besitzer des Hotels, Herrn Schmuck.

Cover
Dieses Cover ist mal ein Cover, was ich nicht so gut gelungen finde. Es zeigt einen Türgriff mit einem Schild, das den Titel des Buches zeigt. Aussen herum sind noch ein paar Sterne abgebildet. Ich denke dieses Cover hätte man hübscher gestalten können.

Charaktere
Lena ist ein wirklich klasse Charakter. Man merkt ihr aber an, dass sie vor ihrem Aufenthalt im Hotel „Paradies“ nicht in Armut gelebt hat.
So hat sie versucht, sich der Einfachheit im Hotel zu stellen und hat dies nach einer Weile auch geschafft. Lena ist trotz ihrer Lage oft fröhlich und mutig, aber in den anfänglichen Szenen auch bedrückt und verzweifelt. Lenas Mutter kann sich leider gar nicht mit der Situation anfreunden. Sie beschimpft die Flüchtlinge aus dem Hotel und ist immer schlecht gelaunt. Das ist zwar für Lena sehr schade, für den Leser aber gut, denn dies erzeugt zusätzliche Spannung. 
Ajoke ist so, wie man sich ein Mädchen vorstellt, was rund um die Uhr glücklich ist. Sie ist im Hotel Paradies bekannt und beliebt. Doch auch Ajoke musste früher einmal ins Hotel Paradies flüchten und hat eine schwere Vergangenheit zu tragen. Efrem ist ein süßer kleiner Junge und konnte mich von Anfang an begeistern. 

Meine Meinung 
Das Buch entstand nach dem Kinderfilm “ Honig Kuckucks Kinder“ auf Basis dieses Films.  Es wird abwechselnd aus den Perspektiven von den Kindern erzählt, die im Hotel wohnen. Das fand ich am Anfang ziemlich verwirrend, wobei ich mich im Laufe des Buches langsam daran gewöhnt habe. Das Buch zeigt die Gewalt, die viele Menschen immer noch gegen Flüchtlinge zeigen. Lena, Ajoke und Efrem standen im Mittelpunkt der Geschichte und man konnte ihre Probleme sehr gut verstehen. Insgesamt finde ich die Geschichte gut erzählt, ein paar Stellen konnten mich aber nicht ganz überzeugen. So hat sich für mich zu schnell aufgelöst, was im Hotel nicht richtig lief.


Bewertung:



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